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Alte Schule Langenhagen
Das heutige Gebäude ist das dritte Schulhaus
Langenhagens. Es wurde
1876 für 15 075 Reichsmark auf einer Grundfläche von
über 350 m² erbaut. Auf 110 m ü. M. war es
das höchst gelegene Schulhaus Schleswig-Holsteins.
Über 160 Kinder wurden in den beiden Klassenräumen
zunächst unterrichtet. Bis in die 1920er-Jahre ging die
Schülerzahl allerdings deutlich zurück: 1928 waren es
noch 54.
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Schulbetrieb wegen Lehrermangels
kurzfristig eingestellt werden. Als am 13. April 1947 ein endlich
gefundener Lehrer seinen Unterricht aufnehmen konnte, hatte er, bedingt
unter anderem durch den Zuzug von Flüchtlingen, die stattliche
Zahl von 140 Kindern allein zu betreuen. Am 1. Juni trat ein zweiter
Lehrer seinen Dienst an, 1950 kam sogar eine dritte Lehrkraft hinzu.
Durch die Umsiedlung von Flüchtlingsfamilien sank die Zahl der
Schüler ständig, bis es um 1970 gerade noch 27 waren.
Die pädagogischen Konzepte jener Zeit trauten der
traditionellen Zwergschule mit ihrem jahrgangsübergreifenden
Unterricht nicht mehr viel zu. Der Schulbetrieb in Langenhagen wurde,
einem bundesweiten Trend entsprechend, mit dem Schuljahr 1973/74,
geschlossen.
Das alte Schulhaus wurde 1975 an die heutigen Besitzer, die Familie
Benner-Schäfer aus Frankfurt am Main, verkauft und beherbergte
die Töpferei von Viola Benner-Schäfer. Die
Lehrerwohnung, die heute den Feriengästen zur
Verfügung steht, diente als Atelier.
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